Schule und Internat in Kamranga

Dorfkinder können endlich zur Schule gehen

Die Kinder in und um Kamranga hatten keine
Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Dörfer
liegen weit auseinander und sind meist nur zu Fuß
zu erreichen.


Kamranga liegt im indischen Bundesstaat Tripura.
Da die Grenze zu Bangladesch verschlossen ist, ist
die einzige Verbindung zu den restlichen Landesteilen
Indiens nur über Assam möglich. Die Erwerbsmöglichkeiten
für die Menschen sind nicht zuletzt wegen der schwachen
Infrastruktur gering.


Die Eltern in Kamranga ergriffen die Initiative und
bauten eine Schule und Wohnheim. Die Anfänge waren
bescheiden. Die Klassenräume waren aus Bambus
und Gras errichtet. Obwohl die Eltern verschiedenen
Stämmen angehörten, gab es deswegen keine
Schwierigkeiten.

Pfarrer Pater Valentine Dung Dung SVD unterstützte
die Eltern von Beginn an und übernahm schließlich die
Projektleitung. Er knüpfte Kontakt zum Bistum Agartala und
zu verschiedenen Gruppen und Institutionen in Deutschland.
Dazu gehörten neben Niclas Stiftung neben anderen die
Steyler Mission und das Hilfswerk Die Sternsinger.

Rückschläge gab es zwar, aber dank des Einsatzes
der Menschen vor Ort und der Hilfe aus Deutschland,
konnten sie bewältigt werden.
So zerstörte ein Sturmtief die Dächer der ersten
Klassenräume. Der Unterricht wurde deshalb eine Zeit
unter den Vordächern der Schlafsäle erteilt.


Ein  Brand zerstörte später die Schlafsäle der
Jungen vollständig. Da die Kinder in Ferien waren,
kam aber kein Mensch zu Schaden.



Dank des unermüdlichen Einsatzes der Menschen
vor Ort und der Hilfe aus Deutschland konnte die Schule
nicht nur auf- und ausgebaut werden. Sie erwarb sich
auch einen ausgezeichneten Ruf. So gelang es 2009,
dass neben dem Bistum Agartala auch die zuständigen
staatlichen Stellen die Finanzierung übernahmen.
Das Projekt steht seither finanziell auf eigenen Füßen.

         Fördersumme: 29.707,48 Euro